Digitalisierung der Rettungsdienste

Unser großes Sommer-Themenspecial: Rettung digital

Durchschnittlich alle drei Sekunden rücken Einsatzkräfte des Rettungsdienstes irgendwo in Deutschland aus, mehr als die Hälfte der Einsätze gelten einem Notfall – und oft entscheidet die Zeit über Leben und Tod. Je mehr Informationen rund um einen Notfall bereitgestellt werden, umso schneller und zielgerichteter können Ärzte und Sanitäter helfen. Das Gleiche gilt für Krisensituationen: Je mehr Daten miteinander verknüpft und analysiert werden, desto besser lassen sich etwa Unglücke oder Naturkatastrophen meistern. Längst hat der digitale Wandel auch Rettungsdienste, Katastrophenschutz und die mit diesen Themen befassten Behörden erreicht. In unserem zweiten großen Sommer-Special befassen wir uns mit diesem wichtigen Thema.

Wenn man sich die Tragweite ihrer Tätigkeiten bewusst macht, ist es schon eine große Beruhigung, dass Retter und Katastrophenschützer heute von einer Vielzahl digitaler Systeme unterstützt werden. Einen Überblick geben wir in diesem Beitrag:

Digitale Technik hilft Rettern und Katastrophenschützern

Zwei Forschungsprojekte beschäftigen sich damit, wie vorhandene Daten besser miteinander verknüpft und analysiert werden können, damit sie Ärzte und Sanitäter bei Unglücken oder Naturkatastrophen optimal unterstützen:

Rettung 2.0: Mit smarten Lösungen Notfälle besser meistern

Einer, der sich mit diesem Thema wirklich auskennt, ist Gerd Friedsam, Vizepräsident des Technischen Hilfswerks. Im Gespräch mit der Intelligenten Welt gibt er einen Überblick und Ausblick über den Stand der Digitalisierung bei Rettungsdienst und Katastrophenschutz:

Rescue 4.0 – auch der Katastrophenschutz wird digital

Manche Ansätze sind dabei auch wirklich überraschend – etwa der Plan, Informationen, Fotos und Videos, die User in sozialen Medien teilen, für Rettungs- und Katastrophenschutz-Einsätze nutzbar zu machen. Mit dieser Möglichkeit beschäftigt sich das Forschungsprojekt „EmerGent“ am Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IFR) der Feuerwehr Dortmund:

Forschung für die Feuerwehr: Soziale Medien als Rettungshelfer

Doch es geht nicht nur um Nachrichtenkanäle, Digitalsysteme und Funknetze auf dem Boden – sogar Satellitenfernerkundung kann in Krisensituationen und im Katastropheneinsatz eine wichtige Datenquelle für die Lagebeurteilung, Planung und Einsatzleitung sein. Anbieter wie die GAF (Gesellschaft für Angewandte Fernerkundung) stellen sie öffentlichen Stellen, aber auch privaten Unternehmen zur Verfügung:

Satellitendaten als Helfer im Katastropheneinsatz

Auch Unmanned Aerial Vehicles (UAV) beziehungsweise Unmanned Aerial Systems (UAS), also Drohnen oder Luftroboter, sollen in Zukunft im Rettungseinsatz assistieren. Einzelne Flugroboter übernehmen schon heute solche Aufgaben, an vernetzten Roboterschwärmen wird geforscht, wie dieser Beitrag berichtet:

Automatisiertes Retten – Drohnen im Rettungseinsatz

Klar ist jedenfalls, dass es bei „Drohnen“ längst nicht mehr nur um Hobby und Spaß geht. Unbemannte Flugobjekte sind im Profi-Betrieb angekommen:

Hat der Spaß ein Ende? Roboter und Drohnen im Profi-Einsatz

Um im Ernstfall als eingespieltes Team zu funktionieren, müssen Rettungskräfte regelmäßig üben. Mit ihrem Forschungsprojekt „RescueLab“ hat die Universität Paderborn ein System entwickelt, das die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung solcher Einsatzübungen unterstützt:

Rescue Lab – ein Forschungsprojekt unterstützt Rettungskräfte beim Üben

Doch können etwa Ärzte auch helfen, wenn sie gar nicht vor Ort sind – etwa an Bord eines Flugzeugs, eines Schiffs oder in einer besonders abgelegenen ländlichen Gegend? An diesem Problem will das Startup m-Doc ansetzen. Im ausführlichen Talk mit der Intelligenten Welt stellt Geschäftsführer Admir Kulin die Idee vor:

m wie mobil, m wie Medizin, m wie m.Doc – der Arzt ist immer mit dabei

 

 

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