Drohnen erobern die Geschäftswelt

Sie können gefährliche Gebiete erkunden, sie können uns Zeit und Geld sparen, uns in der Wissenschaft unterstützen, oder uns einfach nur unterhalten. Und: sie ermöglichen uns den Blick aus einer anderen Perspektive, nämlich die von oben – Drohnen.

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Drohnen als Multifunktions-Tools

Drohnen sind längst nicht nur mehr ein Spielzeug für Hobbypiloten, sondern haben sich zu einem Multifunktions-Tool für kommerzielle Zwecke entwickelt. Ein Anwendungsgebiet ist zum Beispiel die Luftbildaufnahme. Die Firma Cooper Copter GmbH hat damit schon relativ früh angefangen: Vor über sechs Jahren hat sie damit begonnen, mit Hilfe von Drohnen Filme und Fotos für Werbung, Imagefilme, Kunst, TV und Kino zu produzieren.

Aber das ist noch längst nicht alles. Zunehmend gefragt sind drohnengestützte Inspektionen von Infrastruktur. Zum Beispiel von Windenergieanlagen, Solaranlagen, Brücken – überall, wo man leichter den Überblick gewinnt, wenn man kurz mal drüber fliegt als wenn man erst mal ein Gerüst bauen muss. Albert von Ruffer, Geschäftsführer von Cooper Copter, ist davon überzeugt, dass sich bauliche Zustände, Zerstörungen oder technische Fehler mit Hilfe von Drohnen besser dokumentieren lassen:

 „Wenn ich zum Beispiel eine Windenergieanlage inspiziere, möchte ich sehen, ob sich Haarrisse gebildet haben. Je kleiner die Schäden sind, die ich sehen können muss, desto genauer muss ich natürlich gucken können. Also mit einer sehr hochauflösenden Kamera oder mit einem Laserscanner. Und je früher ich das entdecken kann, desto früher kann ich natürlich gegensteuern und den Schaden minimal halten.“

Albert von Ruffer, Geschäftsführer Cooper Copter GmbH

Ebenfalls im professionellen Markt angesiedelt hat sich die Wingtra-Drohne. Sie wurde laut Hersteller so konstruiert, dass sie senkrecht startet wie ein Helikopter und anschließend vorwärts fliegen kann wie ein Flugzeug. Das erhöht die Reichweite – diese Drohne kann bis zu einer Stunde in der zu bleiben. Sie ist vor allem für lineare Inspektionen sehr gut geeignet. So kann sie etwa über Bahngleise beziehungsweise Öl- oder Gaspipelines fliegen, dort entstandene Schäden oder Lecks erkennen und dadurch Ausfälle verhindern.

Die Drohne in der Wissenschaft und Landwirtschaft

In Wissenschaft und Forschung kann die Drohne in Zukunft ebenso hilfreich sein – beispielsweise bei Vermessungen und Kartierungen. Auch das Monitoring in Ökosystemen ist hier ein wichtiges Thema. Wieviel CO2 kann in einem Wald gebunden werden? Dies lässt sich anhand des Zuwachses von Biomasse messen. Die Biodiversität kann durch Hyperspektral-Kameras an der Drohne genauer bestimmt werden: Welche Arten von Pflanzenkulturen sind in diesem Gebiet vorhanden und in welcher Vielfalt? Auch solche Fragen lassen sich leichter und genauer von  oben beantworten, da man aus dieser Perspektive einen besseren Gesamtüberblick bekommt.

Und auch in der Landwirtschaft spielen Drohnen eine immer wichtigere Rolle. Sie können dabei helfen, frühzeitig zu erkennen, wenn Pflanzen unter Stress stehen – etwa durch Trockenheit oder Schädlingsbefall. Laut Stephanie Lambert, Business Developer bei Wingtra, kann ein Landwirt zu solchen Zwecken spezielle Sensoren an der Drohne befestigen. Sie erstellen dann detaillierte Karten von einem bestimmten Gebiet.

„Dadurch weiß der Landwirt, wo das Düngemittel oder Pestizide gezielt eingesetzt werden müssen, und er spart damit Zeit und Geld.“

Stephanie Lambert, Business Developer, Wingtra

Es kommt auch also immer darauf an, welche Sensoren oder Kameras man an der Drohne befestigt. Das kann von Laserscannern bis hin zu Hyperspektral-Kameras reichen – je nachdem welche Daten benötigt werden. Auch sogenannte FPV-Kameras kommen zum Einsatz. Das Kürzel steht für „First Person Vision“ – der Zuschauer kann also direkt beobachten, was die Drohne „sieht“.

Drohnen in der Unterhaltungsbranche

Aber auch in der professionellen Unterhaltungs-Branche hat die Drohne längst ihren festen Platz. Ein Beispiel dafür liefert der Schweizer Hersteller Aerotain mit der Drohne namens „Skye“. Skye ist ein knapp drei Meter großer Ballon aus Polyester, ausgestattet mit einer Sensorik wie eine herkömmliche Drohne. Dazu gehören etwa ein Gyroskop und ein Beschleunigungsmesser, die die Ausrichtung des Ballons erkennen. Der Ballon ist mit Helium gefüllt. Für Co-Founder Daniel Meier bietet er ideale Möglichkeiten zur Interaktion:

„Die Drohne ist sicher genug, um über Leuten zu fliegen – und die Leute können sogar direkt interagieren damit. Dies ermöglicht ganz neue Anwendungen zum Beispiel im Sport.“

Daniel Meier, Co-Founder Aerotain

Da der Ballon mit Helium gefüllt ist, sinkt er bei möglichen Problemen ganz langsam nach unten. Dass es soweit überhaupt kommt, ist aber laut Hersteller sehr unwahrscheinlich, weil das System mehrfache Redundanzen enthält. Selbst wenn einer seiner vier Motoren ausfällt, ist Skye immer noch komplett steuerbar.

Viel erreicht – Tendenz zunehmend

Zusammenfassend kann man also sagen: Drohnen haben schon viele Bereiche in der Geschäftswelt erobert – Tendenz steigend. Das amerikanische Beratungshaus PricewaterhouseCoopers schätzt sogar, dass der weltweite Markt für Drohnen im Jahr 2020 ein Volumen von rund 127 Milliarden US-Dollar aufweisen wird. Man darf also gespannt sein, welche Unternehmensbereiche sich in Zukunft noch für einen Perspektivenwechsel entscheiden werden.

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