Kann das denn neutral sein? Bahn-Tochter bietet multimodale Mobilität

Aufmacherbild: (C) Qixxit

Unter dem Namen Qixxit bietet die Deutsche Bahn seit Mitte 2014 eine eigenes, multimodales Mobilitätsportal an. Da drängt sich natürlich sofort die Frage auf: Kann man so einem Angebot vertrauen, oder gewinnt beim Vergleich der Verkehrsmittel wundersamerweise immer die Deutsche Bahn? Frank Merkel von Qixxit, sagt „Wir sind neutral“ – und erklärt auf intelligente-welt.de, warum.

Das Angebot will neutral die beste Verbindung von Tür zu Tür ermitteln. Dabei berücksichtigt es neben den Nah- und Fernzugangeboten der Deutschen Bahn auch Fernbusse, Carsharing, Flugverbindungen, den öffentlichen Personennahverkehr, Mietwagen und Taxis. Außerdem berücksichtigt Qixxit, was sein Nutzer unter „beste Verbindung“ eigentlich genau versteht – schließlich der eine möglichst günstig, der nächste möglichst schnell und wieder ein anderer möglichst bequem (zum Beispiel ohne Umsteigen) an seinem Ziel ankommen.

Alle diese Aspekte berücksichtigt Qixxit je nach den Eingaben und Voreinstellungen seines Nutzers, um aus einer riesigen Anzahl möglicher Kombinationen die besten Verbindungen zu ermitteln. Um den Dienst zu nutzen, stehen Apps für Smartphones unter iOS und Android sowie eine web-basierte Version zur Verfügung.

Ausführlich beschreibt Frank Merkel,  Teamleiter Produktentwicklung und Operations bei Qixxit, die Funktionen und Hintergründe in diesem Vortrag:

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Doch kann man ihm wirklich glauben? Skeptikern entgegnet  Frank Merkel, dass Qixxit ausdrücklich nicht als Marketinginstrument der Deutschen Bahn gedacht ist. Längst biete die Deutsche Bahn neben ihren Zugverbindungen weitere Mobilitätslösungen wie die Carsharing-Plattform Flinkster oder den Fahrradverleih Call-a-Bike an. Aber auch sie werden von den Qixxit-Algorithmen nicht anders behandelt als die Lösungen externer Mobilitätsanbieter.  Können die DB-Produkte bei den Datenanalysen nicht überzeugen, so sei die Philosophie der Deutschen Bahn, dass sie dann die entsprechenden Angebote verbessern müsse – und nicht etwa bei den Auswahl-Algorithmen tricksen. Unabhängige Tests der Plattform, die mittlerweile von verschiedenen Fachzeitschriften und Online-Angeboten durchgeführt wurden, bestätigen diese Zusage.

Somit lohnt es sich wirklich, Qixxit einmal auszuprobieren. Zumal laut Frank Merkel das Angebot derzeit zwar noch überwiegend von jüngeren Kunden genutzt werde – das Ziel jedoch sei, damit über kurz oder lang alle Zielgruppen und Altersklassen zu erreichen.

Übrigens, falls Sie sich dafür interessieren, was alles noch hinter multimodaler beziehungsweise intermodaler Verkehrsführung steckt, dann bietet Ihnen unser Webspecial zur Plattform Digitale Netze und Mobilität des Nationalen IT-Gipfels dazu noch weitere spannende und innovative Einblicke.

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