Logistik 4.0 – was ist das eigentlich?

Aufmacherbild: (C) DB Schenker

Industrie 4.0, Mobilität 4.0, Produktion 4.0 – und nun auch Logistik 4.0 ? Mancher kann die Versionsnummer „4.0“ schon nicht mehr hören. Doch in der Logistikbranche ist dieses Schlagwort gang und gäbe. Skeptiker fragen allerdings: Hat die  Digitalisierung wirklich so gravierende Auswirkungen auf den Transport von Waren und Gütern? Schließlich geht es doch in erster Linie immer noch darum, Pakete und Container auf Schiene oder Straße von A nach B zu befördern…

Kann Digitalisierung beziehungsweise digitale Intelligenz die Prozesse bei Transport und Logistik wirklich grundliegend verändern? Dr. Armin Günter von DB Schenker ist davon überzeugt. Nach seiner Einschätzung steht die Logistikbranche vor einem Paradigmenwechsel. Sind solche Aussagen zu dick aufgetragen? Verschaffen Sie sich Ihren eigenen Eindruck…

Dr. Armin Günter ist „Manager Research & Innovation Strategie Transport und Logistik“ bei DB Schenker – dort also zuständig für die Zukunft. Und in der ändert sich nach seiner Überzeugung für Logistikanbieter so gut wie alles: Die Kundenkommunikation, die Zusammenarbeit mit Partnern und Forschungsinstitutionen sowie auch Planung und Management des Güterverkehrs auf der Schiene oder der Straße. Dabei verliert man angesichts von Schlagworten wie „Multimodale Vernetzung“ leicht aus dem Blick, dass etwa die bessere Organisation von Transporten oder die intensivere Verknüpfung von Daten auch ganz neue Herausforderungen an alle Beteiligten stellt.

In einem informativen Vortrag erläutert Dr. Günter die Herausforderungen, die sich in Zukunft für die Logistikbranche ergeben – und wie Lösungen dafür aussehen könnten:

Nur einer von vielen interessanten Aspekten aus dem Vortrag: Neben Vorteilen für Logistikanbieter und ihre Kunden dürfen sich auch die Arbeitnehmer in dieser Branche über Verbesserungen freuen. Denn ihre Arbeitsplätze werden in Zukunft attraktiver und bringen weniger körperliche Belastung mit sich.

Bleibt zu hoffen, dass es der Logistikbranche gelingt, überzeugende Lösungen auf den von ihr identifizierten Handlungsfeldern zu finden. Denn davon würden im Endeffekt alle Beteiligten profitieren: Logistikanbieter und ihre Mitarbeiter, die Auftraggeber und auch die Kunden beziehungsweise Endverbraucher.

Der Dreh- und Angelpunkt aller dieser Anwendungen und Verbesserungen sind smarte Daten. Warum dies so ist, erfahren Sie im Webspecial der Intelligenten Welt. Denn dort zeigen wir Ihnen in Bild und Ton,  welche Auswirkungen Industrie 4.0 und das Internet der Dinge für unseren künftigen Alltag haben werden.

 

2 Kommentare zu „Logistik 4.0 – was ist das eigentlich?“

  1. Der Hinweis auf die Verknüpfung von Daten bleibt ein guter Ausgangspunkt für die Diskussion. Aus meiner Sicht entscheidet sich der Nutzen besonders an der Übergabe zwischen zwei Dienstleistern: Können beide denselben Status eindeutig interpretieren, und wer bearbeitet widersprüchliche Meldungen? Für kleine Transportunternehmen wäre ein konkretes Beispiel einer solchen Schnittstelle eine hilfreiche Ergänzung. Viele Grüße, Nico, Redakteur bei kep-ag.de

  2. Die im Artikel angesprochene Entlastung der Beschäftigten ist für mich ein guter Maßstab für Digitalisierung: Wie oft müssen Disponenten dieselben Sendungsdaten noch einmal abtippen, und wie viele Rückfragen entstehen durch unvollständige Transportanfragen? Diese beiden Größen lassen sich vor und nach einer Umstellung vergleichen. Eine schnellere Software allein hilft wenig, wenn Ausnahmefälle anschließend zusätzliche Handarbeit verursachen. Transparenzhinweis: Ich schreibe für DAGO Express. Im Website-Feld steht unser Praxisbericht zur Bearbeitung von Transportanfragen mit eigener Software und KI; er ergänzt die damalige Zukunftsperspektive um ein Unternehmensbeispiel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert