Digital-Gipfel 2018: Gemeinsam in die Zukunft

Flugtaxis, intelligente Häuser, Pflege-Roboter, Vernetzung durch 5G, autonome Fahrzeuge – viele Innovationen standen beim Digital-Gipfel, der Anfang Dezember 2018 in Nürnberg stattfand, im Mittelpunkt des Interesses. Doch nicht etwa die Glorifizierung neuer Technologien war das Ziel des Kongresses, sondern eine breite Diskussion über Chancen und Risiken sowie die gemeinsame Gestaltung des digitalen Wandels, um das bestmögliche Ergebnis für die Gesellschaft zu erzielen. Denn die hat viel zu gewinnen, aber auch viel zu verlieren.

Quelle des Aufmacherbildes: Youtube / Intelligente Welt

Die Redaktion der Intelligenten Welt war vor Ort und hat ihre Eindrücke vom Digital-Gipfel 2018 in einer knapp einstündigen Live-Sendung aufbereitet:

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Alternativ oder zusätzlich erfahren Interessierte alles Wichtige im folgenden Artikel.

Zentrale Plattform für Fragen rund um die Digitalisierung

Um die Chancen der Digitalisierung für Wirtschaft und Gesellschaft wirklich nutzen zu können, müssen sich Betroffene und Entscheider im Detail austauschen und abstimmen. Diese Mission verfolgt der Digital-Gipfel, der seit dem vergangenen Jahr das Themenspektrum des bisherigen nationalen IT-Gipfels deutlich erweitert hat. Die Digitalisierung umfasst eben nicht nur die Telekommunikationstechnologie, sondern deckt die gesamte Breite ab – von der Kultur- und Kreativwirtschaft bis zur Industrie 4.0.

Bildquellen: Pixabay.com / Digital-Gipfel

So dient der Kongress als zentrale Plattform für die Zusammenarbeit aller Bereiche unserer Gesellschaft, damit der digitale Wandel möglichst in konzertierten Aktionen Gestaltung finden kann. Zum Konzept gehört auch, potenzielle Risiken offen anzusprechen, dann aber auch Lösungen zu finden, wie diese vermieden werden können.

„Beim Digital-Gipfel geht es darum, dass die Politik sich austauschen muss mit Experten aus der Industrie, aus Wissenschaft und Forschung. Früher hat man einfach Hearings gemacht und die Leute erzählen lassen. Aber auch innerhalb dieser Gruppen gibt es viele unterschiedliche Vorstellungen und eben nicht eine einzige Kraft und eine Richtung.. Diese Unterschiede müssen diskutiert und moderiert werden, Kompromisse gefunden und sinnvolle Maßnahmen entwickelt werden. Das ist der Sinn eines solchen Gipfels.“
Hannes Rügheimer, Intelligente Welt

Ein gemeinsamer Austausch über alle Chancen und Risiken ist das Ziel des Digital-Gipfels. (C) BMWI / BildkraftwerkEinhellige Meinung der Teilnehmer: Das hat auf jeden Fall gut funktioniert. Denn in Nürnberg wurde leidenschaftlich darüber diskutiert, wie durch die Digitalisierung bestehende Arbeitsplätze gesichert, neue geschaffen werden können und der Standort Deutschland insgesamt aufgewertet werden kann. Ohne den offenen Austausch untereinander wäre dies kaum möglich.

Beispiel Medizin: Der digitale Zwilling

Schon seit längerer Zeit sind digitale Zwillinge in anderen Branchen im Einsatz, um Abläufe in der Fertigung, Arbeitsprozesse und den Maschinenbau zu optimieren. Siemens Healthcare wendet das Konzept der digitalen Abbilder nun auf menschliche Organe und Arbeitsabläufe in der Medizin an. Die Vision der Forscher: Eines Tages sollen digitale Zwillinge des gesamten Körpers von einzelnen Patienten zur Verfügung stehen, um Behandlungsmethoden optimieren und zukünftige Krankheiten verhindern zu können.

Digitales Modell eines Herzens auf Basis der Daten eines Patienten. (C) BMWI / Bildkraftwerk

Der digitale Zwilling ist eine Technologie, die die reale mit der digitalen Welt verbindet. Sie basiert auf einer Technik, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz gesammelte Daten in konkrete Maßnahmen übersetzen kann. In einem ersten Schritt werden künstliche neuronale Netzwerke anhand von Millionen Datensätzen trainiert – und dann in einem zweiten Schritt diese neuronalen Netze verwendet, um einzelne Daten in ein ganzheitliches physiologisches Modell zu kombinieren. Dies könnte zum Beispiel verwendet werden, um maßgeschneiderte Behandlungen vor der konkreten Umsetzung zu erproben – etwa die Vorbereitung der optimalen Operation – und damit die Präzisionsmedizin auszubauen.

Beherrschendes Thema auf dem Digital-Gipfel: Netzausbau

Ein beherrschendes Thema auf dem Digital-Gipfel war der Netzausbau, ohne den die flächendeckende Digitalisierung nicht möglich ist. Für die Entwicklung von Lösungen hat sich eine eigene Plattform gebildet: Mehr als 200 Experten aus über 100 Unternehmen, Verbänden und Institutionen bilden die „Plattform Digitale Netze und Mobilität“, die Deutschland in diesem Bereich zum internationalen Leitmarkt machen möchte.

In drei Fokusgruppen diskutieren die Experten ein Leitbild: Deutschland braucht die besten Breitbandnetze – überall und jederzeit. „Aufbruch in die Gigabit-Gesellschaft“, die Fokusgruppe 1, widmet sich dem Ausbau der Mobilfunknetze, der dem Ausbau von Glasfaser, der Vereinfachung von Genehmigungsprozessen, dem Nutzen von KI in der Netzsteuerung oder auch dem Internet der Dinge in der Logistik.

„Intelligente Mobilität“ (Fokusgruppe 2) hat die Fahrzeuge, Infrastrukturen und verschiedenen Nutzer im Blick – all das wächst zusammen, wird kontinuierlich durch Informationen verbunden, die durch vielfältige Sensoren im Verkehr erfasst werden. Welche KI-Anwendungen gestalten den Alltag aller Nutzer effizienter und leistungsfähiger?

Und schließlich Fokusgruppe 3: „5G“ will die Vernetzung von Märkten, Branchen, Industrien und der Gesellschaft voranbringen und begleitet zum Beispiel Maßnahmen wie die 5x5G-Strategie, Modellstädte oder auch den 5G-Wettbewerb des BMVI.

5G an jeder Milchkanne?

Einige Stimmen zu diesem wichtigen, und teilweise auch kontrovers diskutierten Thema:

„Wir brauchen eine zügige Vergabe der Frequenzen, vor allem einen fairen Rahmen für die Vergabe der Frequenzen, der die Möglichkeit bietet, dass der entsprechende Ausbau getätigt werden kann. Außerdem brauchen wir den Dialog aller Beteiligten, um tatsächlich neue Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln, damit wir das Potenzial von 5G voll erschließen können.“
Stefan Koetz, Ericsson

„Was wir brauchen, ist ein Minimum an Regulierung und die Einsicht, dass jeder Euro, der nicht in die Auktion fließt, bereits zur Verfügung steht, um in den Ausbau von 5G im Interesse Deutschlands investiert zu werden.“
Wolfgang Hackenberg, Nokia

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung. (C) Youtube / Intelligente Welt

„5G ist ja nicht nur, was Latenzen betrifft, ein ganz wichtiges Instrument, sondern gerade auch im ländlichen Raum für unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen – um dort die gleichen Chancen zu haben wie in den Großstädten. Das wird jetzt sukzessive aufgebaut.“
Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung

5G wird immer wichtiger

Alle sprechen von 5G, wo es immer noch überall weiße Flecken bei 3G und 4G gibt? Diese Kritik wird immer wieder laut – doch sie ist differenziert zu betrachten.

„Der Ausbau bestehender Mobilfunknetze muss unbedingt vorangetrieben werden, und dazu haben sich die Netzbetreiber auch verpflichtet. Aber das hat wenig mit 5G zu tun. 5G ist eine sehr schnelle Datenverbindung, die ich für die Zukunft benötige für Maschine-to-Maschine-Kommunikation, für autonomes Fahren oder auch andere Themen. Das brauchen wir vor allem in den Städten, in den Krankenhäusern, Industriegebieten und an verkehrsreichen Straßen.“
Achim Berg, BITCOM-Präsident

So wurde auf dem Digital-Gipfel klar: Man sollte das eine tun, ohne das andere zu lassen – gerade weil 5G weniger zur bloßen Geschwindigkeitssteigerung gedacht ist. Während der Netzausbau allgemein vorangehen soll, wird gleichzeitig am 5G-Standard und -Ausbau gearbeitet, der in Zukunft die zuverlässige Vernetzung von Fahrzeugen und Geräten sicherstellt.

Auch auf dem Land ist die zunehmende Vernetzung spürbar, und sie wird auch immer wichtiger: Dank „Precision Farming“ werden die Landwirte und ihre Maschinen immer smarter, damit eine Optimierung auf dem Feld möglich wird. Denn von einem Quadratmeter auf den anderen ändern sich die Bodenverhältnisse. Precision Farming berücksichtigt das, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Vom Dünger bis zur Logistik geht alles besser. Hier gibt es noch viel Potenzial, wie die Intelligente Welt schon 2015 in einem spannenden 3-Minuten-Beitrag gezeigt hat:

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„Es geht nicht darum, auch noch die letzte Milchkanne zu vernetzen. Vor allem schreiben mir die Landwirte, dass sie längst nicht mehr mit Milchkannen arbeiten! Aber es ist tatsächlich so, dass Smart Farming immer wichtiger wird – und dafür brauchen wir 5G. Da sind die Landwirte in Deutschland mit am weitesten.“
Dorothee Bär

Prädestiniert für KI-Anwendungen: Intelligente Mobilität

Auch zu diesem Bereich gibt es beim Digital-Gipfel eine eigene Fokusgruppe. Ihre Arbeitsergebnisse umfassen beispielsweise die Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz eine „Querschnittsfunktion“ ist, die sich über viele Mobilitätsanwendungen spannt – ob zwischen Unternehmen oder auch im Endkundenbereich.

Zahlreiche Best-Practice-Beispiele führen zu konkreten Vorschlägen für Politik und Industrie. Ein Fall für die Anwendung von KI ist etwa ein „intelligenter Hafen“. Dort kann beispielsweise prognostiziert werden, wann die Fahrrinne für die Schiffe voraussichtlich wieder zu eng wird und freigeräumt werden muss.

„Künstliche Intelligenz hat eine hohe Bedeutung für die intelligente Mobilität, weil wir an allen Punkten Systemansätze finden, an denen KI wirksam werden oder eingesetzt werden kann. Das betrifft zum einen die Planung und Organisation von Reisen sowohl für Personen als auch für den Gütertransport. Aber auch Plattformen, auf denen Reisen oder Transporte geplant werden können. Und eben auch Kundenschnittstellen, an denen ich selber als Nutzer hinterher ein Ticket buchen, das Ticket bezahlen, meine Reise planen kann. Speziell an dieser Stelle kann KI wirken – indem die ideale Kombination für meinen Weg von A nach B gefunden und dann auch angeboten wird.“
Mario Selsa, Leiter der Fokusgruppe Intelligente Mobilität

Wie lange werden Autos nicht-autonom unterwegs sein?

Forscher gehen davon aus, dass in Deutschland noch mindestens zwanzig Jahre lang autonome und nicht-autonome Fahrzeuge gemeinsam unterwegs sein werden. Und gemäß einer kürzlich veröffentlichten Prognose könnten auch im Jahr 2030 erst 15 Prozent der Neuzulassungen autonome Fahrzeuge sein. Beide Annahmen stellen die Verkehrsplaner, Hersteller und Ingenieure vor enorme Herausforderungen – denn im Umkehrschluss werden 85 Prozent bestenfalls teil- oder hochautomatisiert fahren.

Diskutiert wurde auf dem Gipfel deshalb unter anderem, ob es in Großstädten vielleicht geschlossene Bereiche geben wird, wo Autonomie gefahrlos zum Standard werden könnte. Solche geschlossenen Bereiche sind in der Logistik längst Alltag: In unzähligen Lagern und auf Betriebsgeländen quer durch die Republik sind Transportfahrzeuge autonom im Einsatz.

Smart Living – im intelligenten Haus

Rasch voran schreitet die Digitalisierung von Anwendungen für den privaten Haushalt, zum Beispiel in den Bereichen Komfort und Sicherheit, Energiemanagement sowie selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Viele neue Anwendungen für das Zuhause gehen jedoch gleichzeitig mit großen Herausforderungen einher, etwa bei der geräteübergreifenden Kompatibilität, Bedienbarkeit und Datensicherheit. Deshalb gründeten im vergangenen Jahr mehr als 40 Unternehmen und Verbände die Wirtschaftsinitiative Smart Living, um gemeinsame Entwicklungen und Lösungen anzustoßen.

Intelligentes Haus auf dem Digital-Gipfel. (C) BMWI / Bildkraftwerk

Ein Beispiel ist das „kluge Haus“: ein Einfamilienhaus mit verschiedenen Räumen wie Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad und so weiter, in dem die volle Automatisierung eines Gebäudes demonstriert wird. Licht, Lautsprecher, selbst die Höhe der Küchenschränke – alles lässt sich zentral oder per Sprachbefehl steuern. Sensoren überwachen die Gesundheit des Nutzers im Schlaf oder auch die Qualität der Atemluft. Selbst die automatische Erkennung und der Einlass von Gästen, die an der Tür klingeln, ist möglich. Ziel ist es, den Lebensalltag möglichst zu vereinfachen, vor allem für Menschen im hohen Alter – bis hin zur Pflegekraft, die dadurch mehr Zeit für einen Patienten haben könnte.

Stand der Künstlichen Intelligenz in Deutschland

Auch zu diesem Thema hat die Intelligente Welt Stimmen auf dem Digital-Gipfel eingesammelt:

„Aus meiner Sicht haben wir in Deutschland großen Nachholbedarf, wenn es um Anwendungen geht. Auf der anderen Seite haben wir eine starke industrielle Basis, und die Initiative der Bundesregierung, hier jetzt richtig in KI zu investieren, halte ich ebenso für den Schritt in die richtige Richtung.“
Claudia Nemat, Telekom

„Wir haben gute Zentren! Und ich bin sehr optimistisch, dass wir in der Verbindung KI und Internet der Dinge wirkliche Exportschlager made in Germany kreieren können.“
Wolfgang Wahlster, DFKI

„Wenn wir große Datenmengen haben, die zum Beispiel in den Krankenhäusern entstehen, insbesondere in der Intensivmedizin, dann kann man diese Daten auch analysieren. Und wenn man diese Analysen hat, kann man Modelle trainieren und auf Basis dieser Modelle dann Entscheidungs-Unterstützungssysteme entwickeln.“
Guido Hartmann, Hochschule Trier

Smarte Städte und Regionen

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen waren smarte Städte und Regionen:

„Der Fokus geht jetzt mehr von den Städten hin zu den umgebenden Gebieten. Denn wenn ich die Umgebung von Städten digitalisieren kann, löse ich nicht nur Probleme im ländlichen Raum, sondern auch Problem der Städte gleich mit – weil die Leute gar nicht mehr pendeln und in die Städte reinfahren müssen.“
Matthias Brucke, embeteco

„Kommunen sind gewachsene Ökosysteme. Da kann man nicht einfach eingreifen, sondern muss die wirklich elegant abbilden – mit ihren Vorteilen und auch mit den Nachteilen, die sie haben.“
Markus Wartha, FDASCA SCF

Intelligente Energienetze

Und auch über intelligente Energienetze tauschten sich die Experten auf dem Digital-Gipfel 2018 aus:

„Der Kunde wird immer mehr vom reinen Verbraucher, dem Consumer, zum Produzenten, dem Prosumer. Er wird also zukünftig weitaus aktiver im Energiegeschehen teilhaben, und dafür müssen wir die Netze ausbauen. Das bedeutet ganz konkret mehr Transparenz im Netz zu erreichen durch den Einsatz von Sensorik.“
Andreas Breuer, innogy

Fokusgruppe auf dem Digital-Gipfel: Intelligente Vernetzung

Angesichts all dieser Aspekte spielt auch die Diskussion eine wichtige Rollte, wie die digitale Vernetzung Deutschlands vorangebracht werden kann. Das ist das Ziel der Fokusgruppe intelligente Vernetzung, bestehend aus 200 Experten aus mehr als 150 Unternehmen und Institutionen.

Verschiedene Expertengruppen innerhalb der Fokusgruppe behandeln wichtige Schwerpunkte wie zum Beispiel die Entwicklung einer Roadmap für intelligente Energienetze ebenso wie für Gesundheits- und Bildungsnetze, das Thema E-Mobilität oder auch die Ausbildung von Fachkräften zur Digitalisierung des Energiesystems. Weitere Expertengruppen behandeln Aufbau und Sicherheit neuer IKT-Plattformen, Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren, Ausbildungs- und Werkstätten für das Internet der Dinge sowie die Entwicklung von Roadmaps für Smart Data, smarte Städte und Regionen.

Mehrere Fokusgruppen behandeln Teilbereiche der Digitalisierung. (C) BMWI / Bildkraftwerk

Mit einem jährlichen Report mit konkreten Handlungsempfehlungen unterstreicht die Fokusgruppe ihr Ziel, die Strategie für eine intelligenten Vernetzung zügig umzusetzen und weiterzuentwickeln. Der Report vermittelt ein gemeinsames Lagebild und darauf aufbauend Vorschläge zur Beschleunigung.

Deutschland intelligent vernetzt – unter dieser Dachmarke organisieren die Fokusgruppe, ihre Expertengruppen und Partner interaktive Konferenzformate. Sie geben eine fundierte Einschätzung inklusive Ausblick in den Bereichen Energie, Gesundheit, Verkehr, Bildung, Verwaltung und weiteren Themenfeldern.

Die Charta Digitale Vernetzung umfasst zehn Grundsätze, denen sich die Unterzeichner verpflichtet haben. (C) Youtube / Intelligente Welt

Daüberhinaus stellten Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Unternehmen und Politik die Charta Digitale Vernetzung vor. Sie versteht sich als übergeordnete Initiative und formuliert eine positive Grundhaltung zu den Themen der digitalen Vernetzung. Mit der Unterzeichnung bekennen sich Unternehmen zu insgesamt zehn Grundsätzen und signalisieren damit auch Aktionsbereitschaft nach innen und außen.

„Diese Charta ist wirklich wichtig. So ein Papier definiert immer Ansprüche an sich selbst – in diesem Fall der IT-Industrie, der es wirklich ernst ist, welche Verantwortung mit der Digitalisierung einhergeht. Deshalb ist es gut, dass dieses gemeinsame Verständnis jetzt festgeschrieben wurde.“
Hannes Rügheimer, Intelligente Welt

Mehr Transparenz in der Digitalisierung durch regionale Infozentren

Zu diesen Grundsätzen gehört auch mehr Transparenz, was Digitalisierung bedeutet und welche Chancen sie bietet.

BayernLabs informieren über die Möglichkeiten der Digitalisierung. (C) Youtube / Intelligente Welt

Das bayerische Landesamt für Digitalisierung hat dazu die „BayernLabs“ ins Leben gerufen: regionale Informationszentren, wo sich Bürger im Allgemeinen, Schüler im Speziellen, aber auch Kommunen zu verschiedensten Themen der Digitalisierung informieren können. Etwa über 3D-Druck, Datensicherheit oder auch E-Government-Dienstleistungen.

Das Motto: Anschauen, Anfassen, Ausprobieren. (C) Youtube / Intelligente Welt

Tatsächlich sind alle BayernLab-Angebote kostenlos und für jedermann zu den normalen Öffnungszeiten ohne Voranmeldung nutzbar. Für Gruppen wiederum gibt es nach Anmeldung spezielle Besuchs-Möglichkeiten und auch Workshop-Angebote: Zum Beispiel das Fliegen mit Multicoptern oder auch 3D-Gebäude entwerfen und sich das Ergebnis über die VR-Brille anschauen – dabei erleben die Teilnehmer immer den ganzen Workflow von A bis Z.

Das Motto der BayernLabs heißt: „Anschauen, Anfassen, Ausprobieren“ – und passt damit auch gut als Appell für die Zukunft der digitalisierten Gesellschaft.

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