Erster Ausblick auf die fünfte Mobilfunkgeneration

5G: Schneller, höher, weiter – und doch noch viel mehr

Aufmacherbild: (C) Intelligente Welt

Schneller, höher, weiter – höhere Datenraten, schnellere Reaktionszeiten, geringerer Energieverbrauch. Natürlich geht es beim nächsten Mobilfunknetz, das derzeit unter dem Schlagwort „5G“ konzipiert und entwickelt wird, auch um Superlative. Doch hinzu kommen ganz neuartige Anforderungen, die sich aus den für 5G geplanten Applikationen ergeben – wie etwa hochautonomes Fahren oder taktile Internet-Anwendungen.

Was 5G einmal leisten kann und leisten soll, darüber unterhielten sich auf der Fachmesse transport logistic 2015 Ulrich Rehfueß, Head of Spectrum Policy bei Nokia Networks, und Intelligente-Welt-Redaktionsleiter Hannes Rügheimer im Rahmen unseres Bühnenmagazins. Der Nokia-Fachmann gab dabei hochinteressante Ein- und Ausblicke in den Mobilfunk der nächsten Generation.

So setzen die geforderten Latenzzeiten (also Reaktionszeiten) bis hinunter zu 1 Millisekunde nicht nur eine neue Funktechnik, sondern auch eine neue Netzarchitektur voraus– Nokia nennt sie „Mobile Edge Computing“. Taktile Anwendungen wie Fernoperationen, aber auch die Logistik und Steuerung beim autonomen Fahren und viele andere Applikationen stellen diese hohen Anforderungen. Zudem müssen das Netz und der künftige 5G-Standard berücksichtigen, dass in absehbarer Zeit vielleicht bis zu 100 Millarden Endgeräte miteinander kommunizieren – das wären rechnerisch rund 14 Geräte pro aktuellem Erdbewohner.

Dabei geht es bei 5G nicht zuletzt darum, heute die Anforderungen zu definieren, die das Mobilfunknetz in einigen Jahren erfüllen muss. Dies und viele weitere spannende Details erläutert Ulrich Rehfueß in dem rund neunminütigen Bühnen-Talk, den Sie hier als Videomitschnitt anschauen können:

Mit ersten Showcases und isolierten Applikationen rechnet der Nokia-Experte 2018/19, den Rollout von 5G erwarten er und die Mobilfunkbetreiber dann ab dem Jahr 2020.

Dass dies keine Phantasien sind, sondern die Beteiligten bereits mit Hochdruck an dem neuen Standard arbeiten, präsentierte etwa der Netzbetreiber Vodafone auf der CeBIT 2016:

Der Showcase am Vodafone-CeBIT-Stand und viele Bausteine, die zum künftigen Mobilfunkstandard der fünften Generation beitragen werden, wurde am 5G Lab Germany der TU Dresden entwickelt. Die Forscher dort demonstieren in einem 30-Sekunden-Video, warum schnelle Reaktionszeiten und somit extrem kurze Latenzen im künftigen „taktilen Internet“ so wichtig sind – und was passiert, wenn die Signale zu lange brauchen:

Es liegt sicher noch jede Menge Arbeit vor den Forschern. Aber sie liegen voll im Plan und gestalten damit schon heute die intelligente Welt von morgen.

 

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