Warum ein „Gesetz“ Wearables erst möglich machte – „Moore inside“

Aufmacherbild: (C) Intel

50 Jahre ist es jetzt her, dass die ersten Computer noch ganze Räume füllten. Heute gibt es Mini-PCs, die gerade mal so groß sind wie ein USB-Stick. Einer, der daran nicht ganz unschuldig ist, heißt Gordon E. Moore. Er formulierte das „Mooresche Gesetz“, das dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Der Mann dachte nicht im Traum daran, dass die von ihm festgestellte Gesetzmäßigkeit mal so revolutionäre Dinge wie Smartphone, Tablett oder Augmented Reality möglich machen würde. Aber würde sein Gesetz nicht zutreffen, würden wir die Themen, über die wir hier berichten, heute noch nicht mal denken können …  

Es sind nicht zuletzt die Wearables, die ohne Moore und sein Gesetz einfach undenkbar wären. Der Mitbegründer von Intel hat, das muss man sagen, auf den ersten Blick etwas von Murphy: Doch während Murphys Gesetz vorhersagt, das etwas schlimmer wird, wenn man nur daran denkt, dass es schlimmer wird, ist das Mooresche Gesetz freundlicher.  Moores Faustregel besagt nämlich, dass sich die Anzahl der Transistoren pro Fläche auf einem Mikrochip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Gordon E. Moore mutmaßte das schon im April 1965 in einem Aufsatz für die Wirtschaftszeitschrift „Economics“. Doch ahnte er damals wohl noch nicht, dass er damit den Grundstein für die digitale Revolution legte, die Innovationen durch die exponentielle Zunahme von Prozessor-Leistung, Speicherplatz oder Netzwerk-Kapazität vorantreibt.

Bereits vier Jahre später, 1969, halfen Computer bei der Mondlandung von Neil Armstrong. Seither hat sich die Rechenleistung der Prozessoren zuverlässig alle zwei Jahre verdoppelt, wie es Gordon E. Moore vorhergesagt hat. Wobei nicht ganz geklärt ist, ob das Mooresche Gesetz nicht zum Teil auch zur selbsterfüllenden Prophezeiung wurde: Die Ingenieure betrachten es als Zielvorgabe, die Leistung im Zwei-Jahres-Rhythmus zu verdoppeln, halten diese Vorgabe ein und liefern damit gleichzeitig den Beleg für die Gültigkeit der von Moore beschriebenen Gesetzmäßigkeit. Wie auch immer die Hintergründe genau aussehen mögen – heute sind Rechner nicht mehr auch nur annähernd raumfüllend. Computer stecken sogar in Armbändern, Uhren und Schmuckstücken – den sogenannten  Wearables.

Immer kleiner, leistungsstärker und nützlicher

Intelligente Wearables dienen nicht mehr nur als Fashion-Accessoire oder Fitness-Tracker. Leben retten oder zumindest verbessern ist sicherlich eine der sinnvollsten Anwendungen für Wearables. Was etwa Gesundheits-Apps für den Privatanwender leisten, übernimmt auf der professionellen medizinischen Ebene der „Smart Splint“. Diese Armschiene aus dem 3D-Drucker hilft Patienten mit zerebraler Lähmung. Sie misst etwa Druckänderungen und übermittelt diese Werte an den behandelnden Arzt. Selbst Blutentnahmen oder Spritzen sind möglich, ohne die Schiene abzunehmen.

Smart Splint, die Armschiene aus dem 3D-Drucker.
Smart Splint, die Armschiene aus dem 3D-Drucker, misst Druckänderungen.

 

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Gesundheitsanwendungen mit Wearables präsentiert Intel in diesem Video.

 

 

Andere kleine Wearables helfen sogar bei Vergesslichkeit. So alarmiert etwa ein per Bluetooth mit dem Smartphone vernetzter Kindersitz Eltern, wenn sie ihr Kind im Auto vergessen haben. Hintergrund: Jedes Jahr sterben im Sommer Kinder weltweit an Hitzschlag, weil sie ohne nachzudenken im Auto gelassen wurden.

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Intel hat noch mehr Ideen, wie Wearables.den Alltag verbessern könnten und zeigt sie in diesem Video.

 

 

Home, Smart Home

Mit Smart-Home-Systemen kann man ziemlich alles, was man vernetzen kann, über das Internet von unterwegs steuern: Bewegungssensoren, Kameras, Thermofühler, smarte Steckdosen, Beleuchtung und Home Entertainment. Ein neues System kann fast von selbst fühlen, wer sich gerade im Raum aufhält: Kinexon, Intel und Galileo setzen auf Armbänder der Benutzer und kleine Kästchen, die in den Ecken der Räume platziert werden. Damit kann das smarte Heim Personen exakt im Raum lokalisieren und auf diese Erkenntnis zum Beispiel mit der passenden Lichtfarbe, der richtigen Musik oder der gewünschten Raumtemperatur reagieren.

Fashion für die Industrie

Es ist zwar nur ein Handschuh, der hier hat es aber in sich – denn der „Pro Glove“ ist mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Sein Erfinder Intel verspricht, dass seine Träger damit ihre Arbeit schneller, einfacher und sicherer ausüben können. Denkbare Einsatzbereiche seien etwa das automatische Scannen von Waren oder das Erkennen bestimmter Werkzeuge, um eine fehlerhafte Montage zu verhindern.

Der Sensoren-Handschuh ProGlove soll vor allem Industriearbeiter unterstützen.
Der Sensoren-Handschuh ProGlove soll vor allem Industriearbeiter unterstützen.

Ab auf die Matte

HP hat zusammen mit Intel den „Sprout“ entwickelt. Der All-in-One-PC lässt sich über eine Touch-sensitive Matte auf dem Schreibtisch bedienen. Fingerabdrücke auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm sind damit passé. Aber wer will, kann natürlich auch weiterhin den Touchscreen benutzen. Auf Wunsch geht es sogar ganz berührungslos – etwa durch Winken oder andere Gesten, die eine 3D-Tiefenkamera erkennt. So können zum Beispiel Kochkünstler in der Küche gleichzeitig mit Zutaten hantieren und trotz Fett- und Mehlhänden ein Tablet bedienen – ohne direkten Kontakt, nur durch Gesten im Raum. Die gleiche Technologie (Intels RealSense) steckt auch hinter einer Drohne, die dank einer kleinen 3D-Tiefenkamera und intelligenter Steuerung selbstständig Hindernissen ausweichen und 360-Grad-Ansichten filmen kann. Diese Drohnen sollen etwa Energieanlagen und Agrarflächen inspizieren oder in Notfällen Erste-Hilfe-Pakete verteilen können.

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Ein augenzwinkernder Labor-Besuch von „The Big Bang Theory“-Star Jim Parsons stellt Intels RealSense-Technologie vor.

 

 

Wa(h)re Intelligenz

Ein Gerät ist erst dann wirklich intelligent, wenn es seine Umgebung erkennt und entsprechend reagiert. Ein weiteres Beispiel ist die Erfassung und Verwaltung von Smartphones in einem Unternehmen. Werden die mobilen Geräte an einem sicheren Ort betrieben, etwa im Firmenbüro, können etwas lockerere Sicherheitsvorgaben gelten als außerhalb. Verlässt der Nutzer die sichere Zone, erkennt dies das GPS des Geräts – und  schaltet die Einstellungen automatisch in eine höhere Sicherheitsstufe.

Moore – und kein Ende!

Je kleiner die Prozessoren, umso kleiner auch die Geräte. Die Bedeutung des Mooreschen Gesetzes zeigt sich heute nirgends deutlicher als bei Wearables. Prozessoren werden immer leistungsfähiger und kleiner. So verbrauchen sie auch immer weniger Strom und können immer günstiger gebaut werden. Die à la Moore exponentiell leistungsfähiger und sparsamer werdenden Chips sind entscheidend für das Internet der Dinge und die Vernetzung von intelligenten Geräten zuhause und in der Industrie. Damit treibt das Mooresche Gesetz nicht nur die technologische Entwicklung voran, sondern wurde der wesentliche Motor für ökonomischen und gesellschaftlichen Fortschritt.

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