Smart Cities à la Telekom: Europas Städte werden intelligenter

Aufmacherbild:  (C) Deutsche Telekom

Wird durch Smart Cities alles besser? Unternehmen und Institute, die an Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der intelligenten Städte beteiligt sind, glauben fest daran: Wenn Ressourcen, Mobilität, Infrastruktur und auch die Bewohner clever gesteuert werden, erhöhen sich Lebens- und Arbeitsqualität, Sicherheit und Effizienz. Eines der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet ist die Deutsche Telekom, die schon in 18 europäischen Städten in zehn Ländern Smart-City-Lösungen installiert hat.

„Die Digitalisierung ist heute ein starker Wachstumsfaktor im Hinblick auf die ökonomische und soziale Entwicklung. Nirgendwo sonst wird das deutlicher als dort, wo Menschen zusammenleben – in den Städten.“
Ralf Nejedl, Senior Vice President, B2B Europe, Deutsche Telekom

Weltweit hat schon jede fünfte Stadt IoT-Lösungen implementiert. (C) Axis

20 Milliarden Euro werden es Ende dieses Jahres sein, die deutsche Firmen und Städte 2017 für Investitionen im Bereich Smart City ausgeben, so die Einschätzung des Industrieverbands Eco – und in fünf Jahren sollen es bereits 44 Milliarden Euro sein. Noch mehr Prognosen liefern das amerikanische IT-Analyseunternehmen IDC und der schwedische Netzwerk-Videoanbieter Axis Communications: Weltweit habe schon jede fünfte Stadt IoT-Lösungen implementiert, und fast 70 Prozent wollen innerhalb von nur 12 bis maximal 24 Monaten nachrüsten.

Weitere Ergebnisse: Schon jede achte europäische Kommune nutzt Car-Sharing-Angebote und Smart Cards für ihre Bürger, und jede neunte Verwaltung nutzt IoT zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Konzepte für Smart Buildings, die Straßenbeleuchtung und Smart Parking werden von jeweils jeder zehnten Kommune eingesetzt. Diese und viele weitere Zahlen liefert die nebenan eingeklinkte Infografik von Axis.

Dass sich möglichst bald möglichst viel tun muss, um Städte zu optimieren, verdeutlichen diese Fakten: Obwohl Städte nur zwei Prozent der Erdoberfläche ausmachen, werden sie von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung bewohnt. Hier werden drei Viertel der Energieressourcen verbraucht und 80 Prozent der globalen CO2-Emissionen produziert.

Startschuss der Telekom zur UN-Klimakonferenz für die Smart City Bonn

Die Deutsche Telekom ist beim Thema Intelligente Städte sehr aktiv – und erhielt erst kürzlich die Gelegenheit, dies der ganzen Welt zu demonstrieren: Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im November in Bonn startete sie die intelligente Vernetzung von Straßenlaternen, Abfallcontainern und die kontinuierliche Erfassung von Luftqualitäts-Daten. Eingesetzt wird in Bonn das NarrowBand-IoT-Netz, das speziell für Anwendungen mit großen Datenmengen ausgelegt ist, wie sie für Smart-City-Lösungen unverzichtbar sind.

Ein zweiminütiges Video der Telekom begleitet den „Startschuss für die Smart City Bonn“.

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Per Bewegungsmelder können sich die dimmbaren Straßenlaternen automatisch abdunkeln und aufhellen. Außerdem erhalten die Stadtwerke proaktiv eine Meldung, wenn ein Leuchtmittel beschädigt ist oder ausgetauscht werden muss. Das Ergebnis ist eine Einsparung von bis zu 60 Prozent der Betriebskosten. Bei den Wertstoffcontainern wiederum messen Sensoren den Füllstand, so dass der städtische Abfallbetrieb erst ausrücken muss, wenn die Container tatsächlich voll sind.

„Auch in anderen Ländern arbeiten wir an weiteren Projekten. Und der Bedarf wird steigen, denn die Urbanisierung wird weiter voranschreiten.“
Luisa Vollmar, Telekom

Um das Thema europaweit voranzutreiben, arbeitet die Telekom an einer Vielzahl von Initiativen. Unter anderen berät das europäische Smart Solutions Center (ESC) mit Sitz in Budapest andere Städte in Bezug auf die Verwendung europäischer Fördermittel und arbeitet gleichzeitig an der Entwicklung von Smart-City-Anwendungen.

Aufbau städteweiter WLAN-Netze als Voraussetzung für Smart Cities

Eine davon ist die Umsetzung von europarechtlich konformen WLAN-Lösungen, über die die Bürger städtische Anwendungen kostenlos nutzen oder Informationen zu Stadtveranstaltungen und E-Services abrufen können. Im Gegenzug können Stadtverwaltungen in Echtzeit Daten zur Überwachung von Menschenmengen erhalten, die zur Verbesserung der städtischen Dienste beitragen.

Das „Bürgermeister Dashboard“ überwacht Smart-City-Lösungen. (C) Deutsche Telekom

Das „Bürgermeister Dashboard“ wiederum ist eine webbasierte Anwendung, über die Stadtverwalter ihre Infrastruktur und Anwendungen bequem von jedem Gerät aus überwachen und steuern können. Dabei werden verfügbare Smart-City-Daten integriert und so visualisiert, dass direkte intuitive Auswertungen möglich sind.

Smartes Parken in Pisa. (C) Deutsche Telekom

Während das im Jahr 2012 gestartete „Smart Port“-Projekt im Hamburger Hafen gerade ausgelaufen ist (intelligente Steuerung von Schiffen und Waren), wurde 2014 in Pisa ein intelligentes Parkleitsystem umgesetzt, um das Verkehrsaufkommen und die CO2-Belastung in der Innenstadt zu reduzieren. Und in Kroatien und Rumänien hat die Telekom die Straßenbeleuchtung und das Mobilitätsmanagement intelligenter gemacht.

Telekom macht Dubrovnik zur Smart City

Apropos Kroatien: In Dubrovnik werden mit Hilfe der IoT-gestützten intelligenten Straßenbeleuchtung Daten über Temperatur- und Lichtverhältnisse oder Luftverschmutzung erfasst. Werden keine Fahrzeuge erkannt, regelt das System automatisch die Beleuchtung auf bis zu 50 Prozent der normalen Leuchtstärke herunter, um Kosten zu sparen. Außerdem hilft es bei der Vermeidung von Unfällen und Straftaten, etwa indem in besonderen Fällen das Licht automatisch auf maximale Stärke gebracht wird.

Smarte Straße in Dubrovnik. (C) Deutsche Telekom

Das Parkplatz-Management in Dubrovnik sendet Informationen über freie Parkplätze an die Anzeigen am Straßenrand und soll in Zukunft über eine App den Fahrer direkt zur freien Lücke leiten. Auch die Abrechnung erfolgt „smart“, nämlich minutengenau und automatisiert durch Erkennung von An- und Abfahrzeiten.

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Zur Vision der Smart City kooperieren auch zahlreiche Forschungsinstitute mit der Deutschen Telekom, etwa die Ben-Gurion-Universität im israelischen Beerscheba. Die dortigen Telekom Innovation Laboratories forschen zusammen mit der Universität zu den Themen Smart Data Analytics und Datensicherheit in der Smart City, Forschungsergebnisse und Patente werden untereinander geteilt.

An Smart Cities gibt es auch Kritik

Smarte Zone in Dubrovnik. (C) Deutsche Telekom

Trotz aller Euphorie und Begeisterung für die Innovationen von Firmen wie der Telekom ist ein Kritikpunkt zahlreicher Stadtforscher nicht von der Hand zu weisen: Die Hauptantreiber für das Thema Smart City sind weltweit große Unternehmen, sogar bis in die entsprechenden Gremien der EU hinein. „Smart City ist ein von Konzernen angeführtes, zentralistisches Top-Down-Projekt, das Kommunen unter Zugzwang setzt und in denen Bürger allenfalls als Konsumenten erscheinen“, meint etwa Christoph Laimer, Vorsitzender des Wiener Vereins für Stadtforschung. Umso wichtiger sei eine öffentliche Auseinandersetzung mit Planungsvisionen für die Städte.

Und wie wird die Zukunft aussehen?

Ralf Nejedl, Senior Vice President B2B Europe, Deutsche Telekom. (C) Deutsche Telekom

„Am Ende dieses Jahrzehnts werden 50 Milliarden Dinge mit dem Internet verknüpft sein – die meisten von ihnen innerhalb der Smart Cities“, sagt Ralf Nejedl, Senior Vice President B2B Europe der Deutschen Telekom, voraus. „Im aufkommenden Internet aller Dinge werden Dinge, insbesondere Sensoren, und Prozesse zunehmend miteinander verknüpft. Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Abenteuers. Und es wird spannend sein, zu verfolgen, wohin dieser Weg führt.“

Hintergründe zur Vision der Deutschen Telekom für die Smart City von morgen finden Sie im White Paper „Smart Solutions for Sustainable Cities“, das hier angefordert werden kann.

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