Die Logistikkette wird multimodal

Aufmacherbild: (C) Deutsche Bahn

Ob Deutsche Bahn, Nutzfahrzeughersteller, Logistikunternehmen oder pfiffige Startups: Viele Instanzen forschen daran, wie sich die sogenannte Logistikkette intelligenter machen lässt. Vernetzte Systeme sollen dazu beitragen, das „Supply Chain Management“ zu optimieren. Die Ziele sind ambitioniert: Schnellere Lieferungen zu günstigeren Preisen mit weniger Umweltbelastung. Möglich machen sollen dies Digitalisierung, Automatisierung und moderne Verkehrskonzepte wie multimodales Routing.

Heute bewegt die Deutsche Bahn in Güterzügen vor allem Stahl in Form von Güterwagen und Lokomotiven über Schienen. Künftig kommen jedoch verstärkt Sensorik und Vernetzungskomponenten hinzu. So stellt es Dr. Armin Günter in Aussicht, der bei der DB Mobility Logistics AG für „Research & Innovation“ verantwortlich ist.

Magnus Lamp, Leiter Forschungsmanagement bei der TÜV Rheinland Consulting GmbH erwartet Vorteile, die sich aus besserer Datenanalyse und der Kooperation verschiedener Marktteilnehmer ergeben. Er fordert allerdings auch, dass insbesondere öffentliche Institutionen die Daten, die in ihrem Verantwortungsbereich anfallen, auch zur Verfügung stellen.

Frank Merkel, Teamleiter Produktentwicklung bei der DB-Tochter Qixxit beschäftigt sich in erster Linie mit multimodalem Routing von Personen – betont aber auch die Chancen, die dieses Verkehrskonzept beim Gütertransport bietet.

Allerdings stellt multimodaler Gütertransport – also die Nutzung mehrerer, unterschiedlicher Verkehrsmittel zum Bewegen von Waren vom Ausgangsort ans Ziel – die Anbieter vor noch viel größere Herausforderungen als beim Personenverkehr. So muss etwa der mechanische Umschlag der Güter so organisiert werden, dass die verwendeten Container oder Behälter für alle genutzten Verkehrsmittel tauglich sind. Auf der IT-Ebene gilt es, Daten unterschiedlicher Logistik- und Verkehrssteuerungs-Systeme auszutauschen und zusammenzuführen.

Einen Einblick in die hier skizzierten Fragestellungen und die dafür diskutierten Lösungsideen und Forschungsschwerpunkte gibt die Intelligente Welt in diesem knapp 5-minütigen Video:

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Assistenzsysteme, automatisierte Warenlager und neue Verkehrskonzepte sollen Transport und Logistik in Zukunft stark verändern und verbessern. So kommen die Marktteilnehmer den eingangs genannten Zielen hoffentlich schon bald ein großes Stück näher – und wir alle dürfen uns über schnellere Lieferungen zu günstigeren Preisen mit weniger Umweltbelastung freuen.

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