Pseudonyme in einer Public-Key-Infrastruktur gewährleisten die Verlässlichkeit von Verkehrsinformationen.

Verlässliche Verkehrsinformationen aus pseudonymen Quellen

Aufmacherbild: (C) US Department of Transportation

Der Datenaustausch im vernetzten Straßenverkehr soll widersprüchliche Ziele vereinen: Die Verlässlichkeit der Informationen muss gewährleistet sein, was es erforderlich macht, die Quelle der Information zu kennen. Gleichzeitig ist die Anonymität der Fahrer und Fahrzeuge gefordert. Wie lässt sich dies unter einen Hut bringen? Einen Lösungsansatz präsentiert das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS): Pseudonyme in einer Public-Key-Infrastruktur (PKI).

Dr. Ilja Radusch, Director Automotive Services and Communication Technologies am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) erklärt das Konzept im Bühnenmagazin der Intelligenten Welt: Die Quelle einer Information ist eindeutig identifizierbar, während der Fahrer und sein Fahrzeug anonym bleiben.

Die Lösung: Pseudonyme

Das Kunststück gelingt, indem ein Trust-Center in der Cloud über eine Public-Key-Infrastruktur (PKI) Signaturen an die Fahrzeuge vergibt. Die so zugewiesenen Pseudonyme gewährleisten, dass die Quelle einer übertragenen Information eindeutig identifizierbar bleibt, ohne Details über Fahrer und Fahrzeug zu veröffentlichen.

Dr. Radusch erklärt die Hintergründe anschaulich in diesem 8,5-minütigen Video:

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Es gibt auch Herausforderungen

Trotz des einleuchtenden Konzepts muss die Umsetzung mehrere Herausforderungen meistern: Das System muss auf europäischer Ebene implementiert werden, es soll neben Car-to-X-Kommunikation auch infrastruktur-basierte Kommunikation unterstützen, und Datenschutz sowie Robustheit gegen Hacker oder anderen Missbrauch gewährleisten.

Gerade wenn es um Verkehrsinfrastruktur wie zum Beispiel die sogenannten „Roadside Units“ geht, wird dies auch Investitionen erfordern. Ihnen steht aber auch zusätzlicher Nutzen gegenüber, beispielsweise bei der Erfassung der Verkehrslage.

Dennoch befinden sich Autohersteller, Infrastrukturbetreiber, Kommunikationsanbieter und Politik nach Einschätzung von Dr. Radusch bereits auf der Zielgeraden: Denn schon die Fahrzeuge des aktuellen Modelljahrs erfüllen die geforderten Voraussetzungen. Dennoch ist dies erst der Anfang – denn auf Basis der nun realisierten Kommunikations-Plattform sollen im nächsten Schritt weitere Dienste und Anwendungen entstehen.

 

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