Unternehmer, Visionär, Macher – Ulrich Dietz der Innovator

Es gibt einen Mann, den man kennen sollte, wenn man sich für Innovation wirklich interessiert und begeistert. Gerade in diesen Tagen tritt Ulrich Dietz in Karlsruhe wieder so eine Aktion los. So wie er in Hannover auf der CeBIT auch schon eine Aktion losgetreten hat, die erstmal alle die Köpfe schütteln ließ. Er gehört zu den wenigen in Deutschland, die wirklich Innovation im Herzen tragen und nicht nur auf der Zunge. Wir haben ihn vor dem neuen Projekt CODE_n new.NEW Festival besucht und uns erklären lassen, wie er die Welt sieht. Von Silicon-Valley Schaumschlägern bis zum Restaurant gründen.

Man kann gar nicht anders: wenn man ihm eine Weile zuhört in seiner Mischung aus Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und Begeisterung für das Neue, dann bekommt man einfach Respekt vor Ulrich Dietz. Die kleinen Videoausschnitte aus unserem Interview zwischen Innovation, CODE_n, dem new.New Festival und Motorradfahren für diesen Beitrag legen davon beredtes Zeugnis ab.

Das CODE_n new.New Festival – Innovation aus Freude. Und aus Eigennutz

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CODE_n war gestern. The new:NEW Festival ist das morgen. Zumindest zunächst mal…

In diesen Tagen läuft sein nächstes großes Innovationsprojekt an: das CODE_n new.New Festival in Karlsruhe. Ein Event bei dem er Innovation auf die Bühne und vor allem mitten ins deutsche Unternehmerleben bringen will. Und das vermutlich auch schaffen wird. Zusammen mit einem jungen, engagierten Team ist sein Ziel für sich und andere Unternehmen Innovation perfekt zu managen. Und er lässt keinen Zweifel daran: er macht das, weil er selbst davon profitiert.

„Ich lagere Innovation aus. Ich kann mir mit solchen Projekten hunderte von Startups anschauen – soviel könnte ich selbst nie ausprobieren. Dann müssen wir nur noch gucken, wer ist intern der richtige Ansprechpartner, um dann weiterzumachen. Darum ist CODE_n  so wichtig. Da wird das alles gemanagt und vorbereitet.“

Ulrich Dietz, Innovations-Fan

Amerika Du kannst es besser? Quatsch – sagt Ulrich Dietz

Aber Kalrsruhe? Manager pilgern scharenweise nach Amerika. Vor allem ins Silicon Valley. Dort kann man Innovation lernen, sagen Sie. „Ne – da kommt unheimlich viel Bullshit“, erklärt mir Dietz im Video. Nicht dass er nicht auch immer mal wieder ins Herz der IT Branche fährt. Aber er glaubt – vielleicht sogar weil er oft da ist – nicht, dass das was dort passiert unser Weg zu Innovation ist. Was er auch im Video-Ausschnitt begründet. Hier erzählt er, warum das Silicon Valley in Wirklichkeit gar nicht soviel mit Technologie zu tun hat, warum von da viel Bullshit kommt und wieso es eigentlich ein Suppentopf ist. Meinungen von Ulrich Dietz zur Innovations-Schmiede Amerika.

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Ein Kochtopf sind sie also – die Amerikaner und ihre Startups. Mit einer ganz speziellen Art von Feuer, das zu uns nicht passt. Wir haben eine andere Kultur, ein anderes Herangehen. Aber das muss nicht weniger erfolgreich sein. CODE_n als Mikrokosmos und das new.New Festival ist mit diesem anderen Herangehen Realität geworden in Deutschland. Ulrich Dietz geht an Innovation anders ran. Eben als Deutscher. Und er sorgt dennoch für Irritation bei vielen Unternehmern, Politikern, Kollegen und Mitarbeitern. Vor allem solange ein Projekt  wie jetzt das new.New Festival erst entsteht. Und damit erstmal eine Vision, aber nicht für alle erkennbar erfolgreich ist. Und diese Schwebephase ist halt zunächst und erstmal die längste Phase. Wie übersteht man die? Darin ist Dietz erprobt – das spürt man, wenn er darüber spricht.

Reality-Check – wie Ulrich Dietz Ergebnisse produziert

Klar: wenn man sich erstmal entschieden hat, dann muss man dran glauben. Jederzeit. Aber dann kommt der Unternehmer durch, der im Finanz und Bankenwesen sein Geld verdient. Der Bodenständige in einer Branche die ordentlich durchgeschüttelt wird. Das wichtigste sei eh der „Reality-Check“ sagt Dietz. Darauf setzt er vor allem seine Leute an. Und erzählt darum auch gleich vom größten Problem, wenn man einen Ruf als Innovator hat. Es kommen unendlich viele Angebote. Zuviele eigentlich. Jeden Tag neue Chancen. Chancen auf Top oder auf Flop. Jeden Tag tauchen Menschen auf, die sagen: „Da müsst ihr als Investor dabei sein.“ Carpe Diem. Carpe Dietz. Okay – schlechtes Latein. Aber wahr. viele vollen einen wie Dietz nutzen.

Und wenn man zwischen den Zeilen zuhört, dann merkt man, dass er zwar begeisterungsfähig ist. Aber dass er auch zu entscheidenden Momenten Expertise und Skepsis wieder dazu holt. Ulrich Dietz, so klingt es, ist in Sachen Innovation kein Allein-Entscheider. Er setzt auch darauf, dass andere vorsichtiger rangehen als er. Und lässt es auch zu. So beschreibt er dieses Vorgehen:

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Ein bisschen klingt das so, als ob er sich solange von der Begeisterung an einer Idee anstecken lässt , bis er fast so wild darauf ist es umzusetzen wie der Gründer. Aber dann holt er die dazu, die hinterfragen. Und kommt so in einen Modus der verteidigt, streitet, abwägt – aber letztlich als Investor dann auch entscheiden kann, was er tut. Eine Art professionelle Zweigesichtigkeit. Man darf vermuten, dass er trotzdem im Zweifelsfall Bauch vor Expertise entscheiden lässt. Aber da muss der Bauch dann schon eine sehr klare Sprache sprechen. Und Dietz muss, so denke ich nach dem Gespräch mit ihm, sicher sein, dass er seine eigenen Leute auf die Reise mitnehmen kann. Wobei die Reisen mit ihm ganz sicher kein gemächlicher Betriebsausflug sind. Ulrich Dietz hat gelernt, dass erfolgreiche Innovation keine One-Man-Show ist. Das schafft man einfach am Ende nicht.

Wie aus einer Kantine ein Restaurant wurde – Teamwork á la Ulrich Dietz

Überhaupt ist das Thema Team offenbar ein ganz entscheidendes für ihn. Viele sagen das, wenn man sie fragt. Aber Ulrich Dietz scheint in Sachen Innovation wirklich davon überzeugt zu sein, dass es nicht nur viele Hände, sondern auch viel unterschiedliche Gedanken und Herangehensweisen braucht. Er will sein Team inspirieren und sie dann aber auch machen lassen. Und wer hinschaut findet allerhand Beispiele dafür.

gft-kantine-1-von-1Um nur eines zu nennen: die Kantine. Also eigentlich ist es keine Kantine. Es ist ein Restaurant. Er hatte die Idee statt einer Kantine ein Restaurant im Haus zu haben. Für die eigenen Leute. Aber auch für Menschen, die gerne gut essen. Im Gewerbegebiet?

„Hier draußen ein Restaurant? Du spinnst, haben die meisten gesagt. Aber ich dachte: die Gegend hier entwickelt sich. Und dann wird das schon, wenn das richtige Team das macht. Nun ist es was geworden.“

Ulrich Dietz, Restaurant-Gründer

Manchmal erinnert mich Ulrich Dietz an einen passionierten Orchideen-Züchter

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Ein junges Team mach CODE_n Spaces: ein Inkubationszentrum. Vermutlich nicht mehr lange nur in Stuttgart.

Und genauso macht er es mit Code_n Spaces. Im Grunde ein Inkubationszentrum. Mit einer jungen Truppe auf der einen Seite und einigen gestandenen älteren Managern die mitten im Jubel, Trubel, Heiterkeits-Bereich auch ihr Büros bezogen haben und dort ihre eigenen Sachen umsetzen – aber sich eben auch mit den jungen Gründern austauschen. In der Kaffeeküche. Oder weil es einen Event gibt, wo alle zusammenkommen. Man ist ja nur ein paar Zimmer auseinander. Und Ulrich Dietz macht im Namen der Innovation bei CODE_n Spaces genau das, was er wohl am liebsten macht. Leute zusammenbringen. Am besten Querdenker. Und dann lehnt er sich ganz gespannt zurück und guckt erstmal, was da wohl rauskommt. Neugierig auf die Ergebnisse der neuen Kombinationen. Ein bisschen wie ein passionierter Orchideen-Züchter. Denn auch der braucht Geduld und den Willen immer wieder zu probieren, bis das rauskommt was er will.

code_n_spaces-1-von-1Und wenn er nicht Menschen zusammenbringt, dann bringt er sie möglichst in neue Situationen. Das macht er bei CODE_n Spaces. Aber auch sonst überall. Und: ohne Rücksicht auf Verluste. Wie sonst lässt sich erklären, dass er nach mehreren Jahren ein extrem erfolgreiches Projekt wie CODE_n auf der weltgrößten IT-Messe CeBIT einfach so beendet und das new.New Festival in Karlsruhe startet. Etwas noch Größeres. Ohne Rücksicht auf Verluste? Sagen wir eher: ohne Rücksicht auf Komfortzonen. Das trifft es eher.

Nicht zerstören, sondern verändern zu einem ganz speziellen Zeitpunkt: das Innovationsrezept des Ulrich Dietz

Das ist sein System. Er hat ein erfolgreiches Projekt. Es läuft gerade alles bestens. Und genau dann ändert er alles. Warum? Hat er Spaß am Zerstören. Ja und Nein. Auf eine Art schon. Auf eine andere Art nicht. Es geht ihm nicht ums zerstören. Es geht Ulrich Dietz ums verändern. Um das ernsthafte und gezielte, ja sogar gezwungene Verlassen der Komfortzone. Alles auf Innovation. Aber am besten lässt man ihn auch hier selbst zu Wort kommen. Denn die Glaubwürdigkeit dessen was er sagt, steckt darin wie er es sagt, finde ich. Vor allem weil er klar macht: wenn etwas davon lebt, dass es neues produzieren soll, dann muss man es doch auch selbst erneuern. Also: wirklich erneuern. Und das tut er mit aller Konsequenz. Hier spricht er über den Mut etwas zu beenden – wenn es erfolgreich ist.

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Ich gebe es gerne zu: wenn man den Artikel so liest, bleibt nur der Rückschluss, dass der Mann mich begeistert hat. Was soll ich sagen. Das stimmt. Hat er. Aber nicht nur an diesem Tag. Sondern die letzten Jahre, seid ich ihn beobachte. Darum wollte ich ihn zum Interview treffen und etwas über ihn machen. Denn seit Jahren kann ich zusehen, wie er regelmässig versucht etwas Neues zu machen, sein Kerngeschäft dabei zu stützen und trotzdem Zeit und Energie für die kleinen Dinge zu haben, die vielleicht was Großes werden können. Aber vielleicht auch nicht immer werden müssen.

Zum Beispiel die kleinen Figuren, die er in großer Zahl in seinem Büro hat. „Als ich mal einen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen besucht habe, da habe ich die entdeckt. Und ich dachte mir: ich kann sonst nicht viel tun als Software-Unternehmen. Aber ich kann Ihnen diese Figuren abkaufen, die sie mit enorm viel Fantasie und Engagement produzieren. Also kaufe ich jedes Jahr ziemlich viele davon. Und weil keine der anderen gleicht sind sie seid Jahren das Gastgeschenk an meine Besucher.“

Hier mal ein Bild davon – sozusagen von „Mittendrin“

GFT Geschenk Figuren – Spherical Image – RICOH THETA

Und am Schluss: eine Überraschung

Es war eine schöne Überraschung, als er auch mir so eine Figur schenkte und sogar eine passende für mich aussuchte. Welche? Verrate ich nicht. Aber weil wir gerade beim Thema Überraschung sind. Er hatte eine überraschende Antwort für mich, auf eine im Grunde einfach Frage. Und auch diese kurze Antwort gibt eine Facette preis, die man wohl haben muss, wenn man Innovation leben will: fast schon kindliche Begeisterung. Und mit diesem Statement soll er auch in diesem Artikel das letzte Wort haben. Aber man wird hier demnächst noch mehr von ihm hören. Das passt einfach zur intelligenten Welt. Zum Weg von Neuland nach Digitalien.

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To be continued…

 

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