Ulrich Dietz, CEO GFT

Neustart: CODE_n initiiert new.New in Karlsruhe

Aufmacherbild: (C) Intelligente Welt / CODE_n

Never change a running system? Oh doch, na klar! Ulrich Dietz, dem Kopf hinter CODE_n, macht es Spaß, „Neuland“ zu entdecken – und durch die Telefonleitung der Audio-Pressekonferenz ahnt man ein Schmunzeln, als er das sagt. Innovation steckt in den Genen seines Unternehmens GFT, betont Dietz. Und so heißt es nach vier erfolgreichen Jahren auf der CeBIT in Hannover nun auch für den Innovations-Wettbewerb CODE_n, neue Wege gehen. Als Innovations-Festival new.New zieht er 2016 um nach Karlsruhe.

50 internationale Startups werden dort vom 20. bis 22. September die Gelegenheit haben, ihr innovatives Geschäftsmodell im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) zu präsentieren.

Das 5-Säulen-Konzept von CODE_n new.New

CODE_n new.New bietet seinen Besuchern noch mehr. Geplant ist ein umfangreiches Programm aus neuen wie auch bewährten Elementen. Das Konzept basiert auf fünf Säulen:

  • CODE_n CONTEST: Internationaler Startup-Wettbewerb, der Trends aufgreift und die innovativsten Geschäftsmodelle identifiziert.

Hier gibt es die Infos zum Contest für interessierte Startups:

  • CONFERENCE PROGRAM: Das Konferenzprogramm präsentiert Digitale Pioniere, disruptive Technologien, Corporate Innovation und bahnbrechende Wissenschaft.
  • INNOVATORS’ AREA: Führende Unternehmen und Startups stellen innovative Geschäftsmodelle und neue Technologien vor.
  • ENTERTAINMENT & NETWORKING: Inspirierende Networking-Atmosphäre – zum Beispiel im Rahmen des Pioneers’ Dinners mit 400 Gästen, begleitet von Musikern & DJs.
  • CULTURE & ART: Das ZKM Karlsruhe ist Hotspot für digitale Avantgarde und Innovationen im Bereich Kommunikation und IT.

    Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe © ZKM, Foto: Fabry
    Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe © ZKM, Foto: Fabry

Wo Startups durchstarten

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet „Unveiling Digital Disruption“. Startups aus der Finanzbranche, der produzierenden Industrie sowie dem Mobilitätssektor konnten sich zu den Clustern der digitalen Trendthemen FinTech, Photonics und Mobilität bewerben. Und das lohnt sich. Neben internationalen Networking-Möglichkeiten winkt dem Gewinner des Wettbewerbs der mit 30.000 Euro dotierte CODE_n 16 Award.

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Neuer Mittelpunkt der digitalen Welt?

Wer sich wundert über den neuen „Hotspot“ der innovativen Welt – Karlsruhe – das taten wir zunächst auch. Und so nutzten wir die Chance der Telefon-Pressekonferenz, um GFT-CEO Ulrich Dietz auf den Zahn zu fühlen. Erste Frage: Was war der Grund, eine so erfolgreiche Veranstaltung wie CODE_n komplett auf den Kopf zu stellen? Wurde das Team zu träge? War das der Grund für die kreative Zerstörung? Dietz ließ sich nicht aus der Reserve locken:

Ulrich Dietz, CEO GFT © CODE_n
Ulrich Dietz – GFT Technologies SE © CODE_n

Im Gegenteil erklärte er, das Team wäre zwar enttäuscht gewesen, die CeBIT hinter sich zu lassen. Es wäre aber trotzdem eine Team-Entscheidung gewesen und nun eine große Begeisterung zu spüren, das Neue zu kreieren. Losgelöst von einer Messeveranstaltung wolle man in einer Stadt, die eben nicht wie New York, London oder Berlin ist, Begeisterung für Neues wecken. Man sieht das durchaus als Herausforderung.

Mit Karlsruhe habe man außerdem eine engagierte Stadt gefunden, in der sich eine hervorragende Universität, das CyberForum und das ZKM befinden, und die per Bahn gut erreichbar ist. Man wolle Lust machen auf die Region, doch gleichzeitig soll es ein internationales Format werden – wie es in Deutschland in Bezug auf Industrie 4.0 und Innovation 4.0 etabliert werden sollte.

Baden-Württembergs Hidden Champions

Auch Prof. Dr. Peter Weibel, Vorstand des ZKM, begründete aus seiner Sicht die Standortentscheidung: Baden-Württemberg sei bekannt als das

Prof. Dr. Peter Weibel © ZKM, Foto: Andy Ridder
Prof. Dr. Peter Weibel © ZKM, Foto: Andy Ridder

Land mit den Hidden Champions, mit kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in ihrem Bereich Weltmarktführer sind. Neben London, Paris und München sei Karlsruhe außerdem die viert-wichtigste Stadt in Europa, wenn es um IT geht. Das Thema des Festivals ins Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien zu bringen, reize ihn, weil man damit nicht nur mit Museen und Künstlern zusammenarbeite, sondern auch  mit Agenturen und Startups und somit eine engere Verbindung zur Wirtschaft herstelle. Firmen, Künstler und kreative Ideen zu verbinden, sieht er als die neue Vision.

Partner aus der Wirtschaft

Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz standen als Partner aus der Wirtschaft fest – die Unternehmen Trumpf und Accenture. An sie ging die Frage: Warum ist Innovation im öffentlichen Raum statt im stillen Kämmerchen der richtige Weg? Für Anke Roser, stellvertretende Pressesprecherin von Trumpf, lautete das Motto ganz klar: Innovation überall! Im Zeitalter der Vernetzung muss man sich so weit es nur geht vernetzen. Auch Inspirationen zu finden sieht sie als großen Vorteil von CODE_n. Beim Festival will man sich unter anderem als Arbeitgeber darstellen, selbst Innovationen zeigen und mit eigener Expertise als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung Accenture Deutschland, ergänzte bezugnehmend auf die CODE_n-Installation „Robochop“ des vergangenen Jahres (über diesen Link gibt’s dazu ein Video, das wir für ein Mittelstandsmagazin erstellt haben), dass Ideen von außen, die Verbindung von Kunst und Wirtschaft prototypisch seien für die Richtung, in die sich die deutsche Industrie bewegen müsse. Daher findet er es richtig, dafür einen Ort zu nutzen, der authentisch ist für solche Diskussionen.

Auch BMBF mit von der Partie

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Patenschaft für den Bereich Photonik übernommen. Wir fragten etwas provokativ nach, warum man sich als BMBF nicht breiter aufstelle. Dr. Frank Schlie-Roosen, Leiter des Referats Photonik, Optische Technologien beim BMBF erklärte, er fände gut an CODE_n, dass es nicht ein global galaktischer Wettbewerb für alles und jedes ist, sondern dass es eine bestimmte Fokussierung gibt. So könne man ganz konkrete Projekte zeigen und die Projekte der nächsten 3 bis 5 Jahre, die das BMBF gerade mit seiner Fach-Community erarbeitet, auf dem Kongress zur Diskussion stellen.

„Wir freuen uns ganz besonders, dass Bundesministerin Johanna Wanka die Schirmherrschaft für das new.New Festival übernimmt.“
Dr. Frank Schlie-Roosen, Leiter des Referats Photonik, Optische Technologien beim BMBF

Von der Vision zur Wirklichkeit

In nur fünf Jahren wurde aus einer Idee ein internationales Innovationsfestival. Ulrich Dietz kann bisher auf 1.500 Startup-Bewerbungen aus weltweit 60 Ländern, 200 Finalisten, mehr als 150.000 Besucher sowie rund 546.000.000 Leser, Zuhörer und Zuschauer zurückblicken. Ihm geht es nun auch im Rahmen des CODE_n new.New Festivals wieder darum, Visionen und Träume visualisiert darzustellen und zu zeigen, wie man daraus konkret Geschäfte machen kann.

„Wenn man so ein Format etablieren kann, werden wir doch alle ein Stückchen klüger und haben Spaß dabei.“
Ulrich Dietz, CEO GFT 

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