Intelligenter Drucken: Die Kaffeetasse ist der neue Touch-Screen

Die Zimmerpflanze wird zur Fernbedienung für den Fernseher, das Uhrenarmband zum Touch-Screen für die Smartwatch und das T-Shirt zum interaktiven Display. Das alles kommt aus dem herkömmlichen Tintenstrahldrucker der bei fast jedem Zuhause steht. Ferne Zukunftsmusik? Mitnichten. Und das ganze soll gerade einmal rund 20 Euro pro DIN A4 Blatt kosten.

Entwickelt haben das Verfahren, das auf dem Prinzip der Thin-Film Electroluminescence basiert, drei Forscher des Max Planck Insituts und der saarländischen Universität. Das Grundprinzip: Das Display besteht aus drei Schichten. Die unterste und oberste Schicht sind jeweils eine Elektrode, dazwischen liegt eine nicht leitende Schicht aus Phosphor. Wird nun eine Spannung angelegt, beginnt diese zu leuchten.

Das charmante daran: Mit Spezialtinte kann mit jedem herkömmlichen Tintenstrahldrucker solch ein Display gedruckt werden. Die Kosten sollen, laut Forscher, später bei rund 20 Euro für ein hochauflösendes DIN A4-Display liegen. Dabei spielt es übrigens (fast) keine Rolle auf was gedruckt wird solange es in den Drucker passt. Anders gesagt: kombiniert man diese Druckprinzip mit einem 3D-Drucker werden sogar komplexe Gegenstände möglich, die zum dreidimensionalen Display werden. Sogar zu einem berührungsempfindlichen. Denn das Verfahren, egal ob 2D- oder 3D-Druck, macht es sehr einfach möglich, die Displays auch mit einer Touch-Funktionalität zu versehen.

Den Anwendungen sind quasi keine Grenzen gesetzt. Der Schreibtisch lässt sich so ebenfalls zum interaktiven Display „drucken“ wie das Bürofenster, der Telefonhörer oder die Zimmerpflanze – die mancher vielleicht insgeheim schon immer zur interaktiven Fernbedienung umrüsten wollte….

 

Weitere Details unter http://embodied.mpi-inf.mpg.de/files/2014/10/PrintScreen.pdf

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