Ist das Note 8 seinen Preis wert? Experte Lutz Herkner weiß die Antwort. Kühe gehen auf Sendung - der WDR sendet live aus dem Kuhmagen. Wir erklären was das soll. Passwort Unsinn - wir glaubten diese Passwörter sind sicher. Aber das war Quatsch. Die Hintergründe bei uns in der Sendung.

Premieren-Ausgabe von „09:59 – das Digitalmagazin“; Von Passwortregeln bis Smart Home

Mit „09:59 – das Digitalmagazin“ stellen Intelligente-Welt.de und seine Schwesterplattform Digisaurier.de ein neues Videomagazin vor. Das Konzept: In unter 10 Minuten präsentiert Christian Spanik einen bunten und spannenden Themenmix rund um IT, Social Media, Digitalisierung und Vernetzung. In Schaltgesprächen befragt Christian zudem Kollegen und Experten über ihre Einschätzungen zu aktuellen Fragen. Die Themen der ersten Ausgabe: Superkühe, Sensor-Journalismus, das neue Samsung Galaxy Note 8, komplexe Passwortregeln, die unsinnig sind, und Ärger beim Smart Home.

Wer die Sendung anschauen will, findet sie einfach auf unserem YouTube-Kanal. Wie gesagt: Länge knapp unter 10 Minuten – mit einem Maximum an Infos  ;-)

In der Pilotfolge stellt Christian zunächst ein spannendes Beispiel für Digital-Journalismus oder genauer gesagt „Sensor-Journalismus“ vor: Beim Projekt „Superkühe“ des WDR berichten drei Kühe, die in unterschiedlichen Höfen (Biohof, Familienbetrieb, Großhof) leben von ihrem Alltag.  Dazu zählen ein automatisch generiertes Kuh-Tagebuch, ein Chatbot im Facebook-Messenger und Livebilder aus den Ställen. Alle Details und Inhalte finden Interessenten auf der hier verlinkten, zugehörigen Website. Für eine der nächsten Sendungen ist zudem ein Schaltgespräch mit den Machern dieses Projekts geplant.

Hier geht es zu den Superkühen:

 

 

 

Ist das Samsung Galaxy Note 8 seinen Preis wert?

Mobilfunk-Experte Lutz Herkner gibt Auskunft über das neue Samsung Galaxy Note 8. Ist das neue Spitzenmodell von Samsung wirklich ein Über-Phablet? Lutz Herkner sagt: „Mit 6,3 Zoll Displaydiagonale ist das riesige Note 8 ein tolles Smartphone beziehungsweise Phablet. Völlig einzigartige Funktionen oder Ausstattungsmerkmale, die bei keinem anderen Smartphone auf dem Markt zu finden wären, bietet es allerdings nicht.“  Und er ergänzt:

„Das Gerät ist völlig okay, aber es ist auch kein Wunder-Phone.“

Lutz Herkner, Mobilfunk-Experte

Pluspunkte sind auf jeden Fall der für die Note-Serie typische Eingabestift und die damit verbundenen Funktionen.

Da aus technischen Gründen eine Integration des Fingerabdruck-Sensors ins Display noch nicht möglich war, liegt der Sensor auch hier nah bei der Dual-Kamera des Geräts. Somit droht ein versehentliches Verschmieren der Linsen, auch wenn die als Blitzersatz dienende LED und der separate Pulsmesser hier für ein wenig mehr Sicherheitsabstand sorgen als beim S8.

Ist das Gerät seinen unverbindlichen Verkaufspreis von 1000 Euro wert? Hier ist Lutz Herkner skeptisch: „Die Note-Funktionen ließen sich auch per Software-Update auf dem S8 oder S8 Plus anbieten. Den Stift gibt es im Samsung-Store für 40 Euro.“ Da ein solches Update jedoch nicht angeboten wird, seien es genau diese Software-Zusatzfunktionnen, die sich Samsung sehr gut bezahlen lasse. Fazit des Experten: Es ginge wohl auch 200 oder 300 Euro günstiger.

Das Passwort des Grauens – Regeln aus der Vergangenheit nerven die Nutzer bis heute

Als nächstes beleuchtet Christian Spanik das Thema Passwortregeln. Denn die sind kompliziert und unsinnig. Gegenüber dem Deutschlandradio sagte Passwort-Forscher Bill Burr, der diese Regeln erfunden hat:

„Das meiste von dem, was ich getan habe, bereue ich jetzt.“

Bill Burr, Erfinder komplexer Passwortregeln

Damit meint er insbesondere die Forderung, komplizierte Passwörter wie sOJ!)dC4§$) zu nutzen. Als Bill Burr diese Empfehlungen 2003 entwickelte, lagen ihm gar keine aktuellen Daten zur Passwort-Sicherheit vor. Seine Schlussfolgerungen basierten auf einem wissenschaftlichen Papier aus dem Jahr 1980. Spätere Untersuchungen zeigten, dass eine Kombination normaler Worte mit einer Mindestlänge besser sind.  Zum Beispiel PFERD ZAUN EISEN SCHAF. Sie bieten mindestens dieselbe Sicherheit und sind für Menschen deutlich leichter zu merken.

Ärger beim Smart Home

Ärger beim Smart Home ist ebenfalls ein wichtiges Thema: Thomas Kuhn, zuständig für Innovation & Digitales bei der Wirtschaftswoche sieht da ein großes Problem. Gerade von der IFA aus Berlin zurückgekehrt, erläutert Thomas Kuhn, warum er sich in seiner Berichterstattung zum Thema Smart Home über die „Babylonische Vernetzung“ ärgert.

Hintergrund des Ärgers: Nach wie vor kochen die Hersteller von Smart-Home-Lösungen bei den Vernetzungs-Standards viele eigene Süppchen. Sensoren oder Aktoren, die nach DECT-ULE funken, sind nicht kompatibel mit Systemen, die auf Z-Wave, Zigbee oder gar herstellereigenen Standards basieren.

Sind nun Systeme wie Amazon Alexa oder Google Now als Integrationsplattform für die unterschiedlichen Standards eine Lösung? Das wurde ja von verschiedenen Experten während der IFA vorgeschlagen. Der Wirtschaftswoche-Journalist sieht dies kritisch: „So verliert die gerade zart wachsende Smart-Home-Branche wieder wichtige Kompetenzen und Wertschöpfungs-Potenziale an die großen Player aus Silicon Valley“, sagt Thomas Kuhn.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wo Forschung digital in Deutschland stattfindet: Unser Artikel „Forschung digital“ erzählt mehr davon.

Forschung digital – wo die Zukunft gemacht wird

Und nochmal der Hinweis: Die komplette Sendung „09:59 – das Digitalmagazin“ können Sie wie gesagt auf YouTube ansehen. Und dort sind auch Rückmeldungen, Anregungen oder andere Gedanken zu den vorgestellten Themen überaus willkommen:

 

 

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