Der vom ICCAS (Uni Leipzig) entwickelte intelligente Operationssaal unterstützt Mediziner, indem er die Technik automatisch nach ihrem Bedarf einstellt.

Der intelligente Operationssaal wird Teil des Ärzteteams

Ein interessantes Projekt zum Thema Digitale Medizin stellt das ICCAS – das Innovation Center Computer Assisted Surgery – der Universität Leipzig vor: den intelligenten Operationssaal.

Die Technik im Operationssaal soll selbstständig erkennen, welche Einstellungen und Instrumente das Operationsteam braucht. Sie soll beispielsweise die Beleuchtung nach Bedarf einschalten, aber auch Instrumente vorbereiten oder die Mediziner bei der Einschätzung von Risiken unterstützen. In der heutigen Ausbaustufe handelt es sich sozusagen um automatisierte Assistenzfunktionen im OP.

Wie Stefan Franke vom ICCAS erklärt, basiert das System auf mathematischen, „evidenzbasierte“ Modellen und umfangreicher Sensorik. Die mathematischen Modelle lernen aus tatsächlich durchgeführten Operationen dazu und können sich so etwa bestimmten Vorlieben eines Arztes oder bestimmten Abläufen innerhalb eines Krankenhauses anpassen.

Die Lösung bringt Erleichterungen für das Operationsteam und trägt dazu bei, dass der Fluss des medizinischen Eingriffs möglichst wenig durch die unterstützende Technik gestört wird. Das weitere Ziel ist laut Stefan Franke, dass der intelligente Operationssaal in integrierter Teil des Operationsteams wird.

Den aktuellen Stand zeigt das folgende Video (3:18 min):

 

 

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